Betriebswege
der Emschergenossenschaft

als Teil des Emscherlandschaftspark

 

Emschergenossenschaft / Lippeverband

 

Grundstücksfonds NRW –
Einsatz von Arbeitsgelegenheiten
am Standort Phönix in Dortmund

 

Parkpflege und Vegetationsmanagement
im Landschaftspark Duisburg-Nord

 

Betriebswege der Emschergenossenschaft

als Teil des Emscherlandschaftspark

 

Ausgangssituation und Zielperspektiven

Mit der Masterplan EmscherLandschaftspark setzt das Land NRW in enger Kooperation mit den Regionen Impulse den Strukturwandel auch weiterhin positiv zu begleiten. Neben der Sicherung und Weiterentwicklung der Freiräume als lebenswerte Grundlage der Menschen gilt es, auch deren Bildungs- und Qualifizierungschancen zu betrachten. Eine offensive, zukunftsorientierte Arbeitspolitik erhält somit auch weiterhin einen zentralen Stellenwert.

Der Masterplan EmscherLandschaftspark bietet die Chance, Arbeits- und Strukturpolitik zielgerichtet miteinander zu verzahnen. Dies betrifft besonders Frauen und Männer die aktuell Probleme beim Zugang zum und der dauerhaften Integration in den Arbeitsmarkt haben. Einrichtungen der allgemeinen und beruflichen Bildung, Wirtschaftsunternehmen, Beschäftigungs- und Qualifizierungsträger sowie öffentliche und private Weiterbildungseinrichtungen sind Partner dieses arbeitspolitischen Ansatzes. Auf diese Weise kann Arbeitspolitik als integrierter Gestaltungsansatz zu Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen, zur Entwicklung von Infrastruktur und Zukunftsfähigkeit beitragen.

Die Qualitätsziele des Masterplan EmscherLandschaftspark skizzieren Inhalte und Rahmenbedingungen einer Vernetzung und einer individuellen Erlebbarkeit bestehender Freiräume und Erholungspotenziale. Eine besondere Herausforderung ist es in diesem Zusammenhang eine nachhaltige Entwicklung einzuleiten., ein Netzwerk zu entwickeln, das möglichst viele Leistungsträger zusammenführt, Dabei sind die vorhandenen Qualitäten aufzunehmen und die Leistungsträger so miteinander zu vernetzten, dass deren Ausrichtung und neuen Profile erkannt und genutzt werden können.

 

Flächenentwicklung und Vegetationsmanagment

Zentraler Anknüpfungspunkt für die Umsetzung einer integrierten Arbeits- und Strukturpolitik ist das Handlungsfeld Flächenentwicklung und Vegetationsmanagment. Die fachlichen Anforderungen und zeitlichen Vorgaben der Auftraggeber bilden die Grundlage für die Umsetzung. Das Netzwerkprojekt WEG & RAUM bietet Langzeitarbeitslosen dabei die Chance durch sinnvolle Beschäftigung und eine systematische Verzahnung mit Qualifizierungsansätzen einen Zugang in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu erschließen. Über die sozial motivierte Generalunternehmerschaft wird der Einsatz von Vor Ort angesiedelten Beschäftigungs- und Qualifizierungsträgern und Unternehmen des Garten- und Landschaftsbaus gesteuert. Inhaltliche, förder- und finanztechnische sowie fachliche Bedingungen des Projektes wurden im Vorfeld aufgearbeitet und mit den zuständigen Ministerien und den Agenturen für Arbeit / Arbeitsgemeinschaften / Kommunen und Regionalagenturen abgestimmt und hinsichtlich der Umsetzung koordiniert werden müssen.

 

 

 

Emschergenossenschaft / Lippeverband

 

Die langjährige Kooperation zwischen der Emschergenossenschaft / Lippeverband und dem Netzwerk Weg & Raum setzt sich fort. An ausgewählten Baumaßnahmen, die zusätzlich und im öffentlichen Interesse sind, hat sich diese Zusammenarbeit bisher bewährt. Damit dokumentiert die Emschergenossenschaft / Lippeverband auch weiterhin ihr Interesse, im Rahmen ihrer Aufgabenstellung, auch Hilfen für Langzeitarbeitslose zu unterstützen.

Das Netzwerk Weg & Raum soll die Chancen der besonders schwer vermittelbaren Langzeitarbeitslosen am allgemeinen Arbeitsmarkt erhöhen. Unter Anleitung von Fachleuten werden die TeilnehmerInnen befristet auf Baustellen eingesetzt.

Bei der Umsetzung der Aufgaben wird mit Fachunternehmen und Lieferanten zusammengearbeitet und die TeilnehmerInnen erfahren aus erster Hand wie betriebliche Abläufe gestaltet und welche Anforderungen dabei an sie gestellt werden.

Über die pädagogische Begleitung und zusätzliche Qualifizierung wird in enger Abstimmung mit den örtlichen Jobcentern die Arbeitssuche unterstützt.

  • Die TeilnehmerInnen werden im Rahmen von Arbeitsgelegenheiten, von den örtlichen Arbeitsgemeinschaften gefördert.
  • Die individuelle Qualifizierung und die Arbeit der Jobcoaches werden zusätzlich gefördert.
  • Die Projektsteuerung und die fachlich qualifizierte Umsetzung der Baustellen wird aus Einnahmen aus Bauaufträgen finanziert.
  • Bei den Bauaufträgen handelt es sich ausschließlich um Aufträge im öffentlichen Interesse, häufig zusätzlich gefördert aus Bundes- und Landesmitteln.

 

 

 

Grundstücksfonds NRW

Einsatz von Arbeitsgelegenheiten
am Standort Phönix in Dortmund

 

Das Land NRW fördert seit vielen Jahren integrierte Projektansätze, die über ihren strukturpolitischen Charakter und die arbeitsmarktliche Förderung das öffentliche und zusätzliche Interesse deutlich symbolisiert haben. Im Kontext dieser strukturpolitischen Handlungsfelder erhielten gemeinnützige Organisationen die Aufgabe in Kooperation mit vor Ort arbeitenden Firmen sinnvolle Beschäftigung zu organisieren und diese für weiterführende Qualifizierungen zu nutzen. In Abstimmung mit den Ressorts des Landes NRW, der Stadt Dortmund und den regionalen Akteuren ist es auch in Dortmund gelungen über Jahre für die Beschäftigung und Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen qualifizierte Zugänge in strukturpolitischen Handlungsfeldern zu schaffen - z.B. Röhrenwerke Barop, Standorte von Hoesch, Dortmund Scharnhorst etc.

Auch am Standort Phönix werden Langzeitarbeitslose seit Jahren beschäftigt und qualifiziert. Die Umstrukturierung in der Arbeitsmarktpolitik führte zu neuen Anforderungen an die beteiligten Akteure. Oberstes gemeinsames Ziel blieb es, Menschen, hier besonders jungen Menschen, Wege aus der Arbeitslosigkeit aufzuzeigen.

Ausgehend von der strukturpolitischen Aufgabenstellung der Flächenreaktivierung konnten bisher Projekte im Bauhaupt- und Baunebengewerbe und im Garten- und Landschaftsbau organisiert werden. Die Beteiligung an der Demontage und dem Abbruch alter Industrieanlagen und die Sanierung von Gebäuden sind neben dem Garten- und Landschaftsbau, dem Umwelt- und Naturschutz die konkreten Inhalte im gewerblichen Bereich, die auch weiterhin auf Phönix als Arbeitsfelder zur Verfügung stehen.

NRW.URBAN hat als Treuhänderin des Landes für den Grundstücksfonds ihre Erfahrungen und Ressourcen in die Kooperation mit arbeitsmarktlichen Initiativen eingebracht.

Konzeptionell sind dabei zwei Aspekte wesentlich:

  1. Zusätzliche und unterstützende Maßnahmen sollen auch für TeilnehmerInnen im Rahmen von Arbeitsgelegenheiten durch Qualifizierung in the job und eine Vermittlungsbegleitung erschlossen werden.
  2. Bei den Arbeiten handelt es sich im Wesentlichen um Helfertätigkeiten im manuellen Bereich. Die Auseinandersetzung mit Thema Altlasten gehört dabei ebenso zum Projektalltag wie die Unterweisung im Bereich Gesundheits- und Sicherheitsschutz und die Unterweisung im Einsatz von Kleingeräten und kleineren Baumaschinen.

 

 

 

Parkpflege und Vegetationsmanagement
im Landschaftspark Duisburg-Nord

 

Der Landschaftspark Duisburg-Nord wurde 1989 von der Stadt Duisburg zur Internationalen Bauausstellung Emscher Park angemeldet und in deren Projektliste aufgenommen.

Das Projekt wurde mit Hilfe von Fördermittel der EU, des Bundes, des Landes sowie mit Mitteln der Stadt Duisburg bis zum aktuellen Stand realisiert. Die erreichte landschaftliche, bauliche und kulturelle Entwicklung dieser ehemaligen Industriebrache zu einem Beispiel modernen Strukturwandels der Stadt Duisburg muss gesichert werden. Die erbrachten Qualitäten an den Freiflächen erfordern intensive Maßnahmen zur Erhaltung, zur Pflege und zur Vegetationsentwicklung. Der Landschaftspark Duisburg-Nord ist ein Teilbereich des Großprojektes Emscher-Landschaftspark.

Um den Qualitätsstandard auch vor dem Hintergrund der ökologischen Entwicklung der ehemaligen Industriefläche beschreiben zu können, wurde ein umfassendes Pflegewerk erstellt. Das Parkpflegewerk basiert auf der pflanzensoziologischen Kartierung der Jahre 1989 und 1995 sowie den planerischen Vorgaben des Planungsbüros Latz und Partner. Auf Grundlage dieses Parkpflegewerkes ist ein Leistungskatalog erarbeitet worden, der die notwendigen Arbeiten nach Art und Menge und Qualität beschreibt. Die Stadt Duisburg war auf Grund der angespannten Haushaltslage nur zu eingeschränkten Aufwendungen im Bereich der Parkpflege in der Lage. Von daher wurde frühzeitig der Beschluss gefasst, die Umsetzung des Parkpflegewerkes in Verknüpfung mit Arbeitsmarktprojekten zu realisieren.

Die Kooperation mit der Duisburg Marketing Gesellschaft als Projektträger wird von gemeinnützigen Beschäftigungs- und Qualifizierungsträgern mit TeilnehmerInnen aus Arbeitsgelegenheiten organisiert und wo es notwendig erscheint in Zusammenarbeit mit Fachunternehmen. Mit dieser Zusammenarbeit soll die Qualität der Leistungen auch im Hinblick auf besondere ökologischen Anforderungen an die Parkpflege sicher gestellt werden. Der intensive Arbeitseinsatz und die dazu erforderliche Qualifizierung der TeilnehmerInnen bietet eine erhöhte Chance der Integration in den Arbeitsmarkt.

Netzwerk Weg & Raum

Emscherstr. 71, 47137 Duisburg · T 02 03.712 808 85 · F 02 03.712 808 86 ·  joanna.dymek@weg-und-raum.de